{"id":159,"date":"2015-09-05T13:45:58","date_gmt":"2015-09-05T13:45:58","guid":{"rendered":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/?page_id=159"},"modified":"2015-09-05T13:48:50","modified_gmt":"2015-09-05T13:48:50","slug":"liedtexte-cd","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/cd\/liedtexte-cd\/","title":{"rendered":"Liedtexte CD"},"content":{"rendered":"<p><b>ot asoy<\/b><br \/>\n<em>ot asoy<\/em> ist eine jiddische Redensart und heisst soviel wie &#8222;so ist es&#8220;, &#8222;that\u2019s the way&#8220;, &#8222;voil\u00e0&#8220;. Zudem ist es das amerikanische Klezmerst\u00fcck par excellence. Die Steigerung von ot asoy heisst \u00fcbrigens: git asoy, so ist\u2019s gut. Programm und Erkennungsmelodie zugleich.<\/p>\n<p><b>Ose Schalom<\/b><br \/>\nN. Hirsh hat Ose Schalom 1969 am ersten &#8222;Festival des Chassidischen Liedes&#8220; in Tel Aviv pr\u00e4sentiert.<br \/>\nM\u00f6ge der, der Frieden schliesst im Himmel, Frieden f\u00fcr Israel und die ganze Menschheit bringen und Amen sagen.<br \/>\nDas Lied geh\u00f6rt zum festen Bestand der Israelischen Lieder in- und ausserhalb der Gebetsh\u00e4user.<\/p>\n<p><b>Lechaym u. freylechs fun L.A.<\/b><br \/>\nLechaym heisst <em>zum Leben <\/em>und entspricht unserem Prosit. Das Lied ist eine Einladung zum ausgelassenen Fr\u00f6hlichsein (<em>hulyenen<\/em>). Anschliessend ein <em>freylechs fun L. A.,<\/em> ein zeitgen\u00f6ssisches Klezmerst\u00fcck aus Los Angeles.<\/p>\n<p><b>Bay mir bistu sheyn<\/b><br \/>\nSholom Secunda (1894-1974) \/ Jakob Jakobs. F\u00fcr die jiddische Operette &#8222;I would if I could\u201d 1932 geschrieben\u00a0 ist es durch eine Aufnahme der Andrews Sisters weltber\u00fchmt geworden. In seinem unbek\u00fcmmerten Gemisch der Sprachen \u2013 dem &#8222;Jinglish&#8220; &#8211; spiegelt es das Lebensgef\u00fchl der jungen Einwanderer in den USA. Unser Arrangement orientiert sich an einer Aufnahme der Barry Sisters, geschrieben hat es Signorino TJ f\u00fcr ot asoy.<\/p>\n<p><b>Masl Tow<\/b><br \/>\n<em>Oy, oy, oy Chosn, Kale, Masl Tow!\u00a0 Oy, oy Klesmorim, spielt a freylechs oys&#8230; \u00a0<\/em>Gl\u00fcck auf<em> Br\u00e4utigam \/ Braut<\/em>! Ein St\u00fcck, das an keiner Chasene (Hochzeit) fehlen darf.<em>Mayne Tochter oysgegebn, Chosn, Kale, Masl Tow. <\/em>Freut sich der Vater \u00fcber das junge Gl\u00fcck, oder dar\u00fcber, dass er seine Tochter unter die Haube (Chupa) gebracht hat?<\/p>\n<p><b>Mit farmachte oygn<\/b><br \/>\nLiebeslied des grossen jiddischen Lyrikers Itsik Manger (1901-1969), das der Liebe zwischen zwei Menschen die Liebe zu Gott gegen\u00fcber stellt.\u00a0 Musik von N. Hirsh.<br \/>\n<em>Mit farmachte oygn<br \/>\nHerstu nenter dem yam<br \/>\nMit fiberndike finger<br \/>\nFilstu gringer dem gram<\/em><br \/>\n<em>Mit geschlossenen Augen h\u00f6rst du das Meer n\u00e4her, mit bewegten Fingern f\u00fchlst du den Rhythmus klarer.<\/em><br \/>\n<em>Un a trer is gefaln<br \/>\nIn dayn gemit<br \/>\nUn mit vund un mit vunder<br \/>\nZikh zeblit in dayn lid<\/em><br \/>\n<em>Und eine Tr\u00e4ne ist gefallen in dein Gem\u00fct, und mit Wunden und mit Verwundern erbl\u00fcht sie in deinem Lied.<\/em><\/p>\n<p><b>Russischer Scher<\/b><br \/>\nAbe Schwartz wurde um 1880 in Rum\u00e4nien geboren und emigrierte um die Jahrhundertwende nach Amerika. Er war ein ausgezeichneter traditioneller Geiger im j\u00fcdisch-rum\u00e4nischen Stil und nahm zwischen 1917 und 1938 weit \u00fcber 50 Schallplatten mit j\u00fcdischer, russischer, ukrainischer, griechischer, rum\u00e4nischer, litauischer und polnischer Musik auf. Dazu kamen noch Aufnahmen mit Klezmer Solost\u00fccken. Die Namen seiner Orchester waren u.a. &#8222;Oriental Orchestra&#8220;, Yiddischer Orchester&#8220;, Jewish-Russian Orchestra&#8220;, &#8222;Columbia Greek Orchestra&#8220;, Orkiestra Wiejska&#8220;, Russkii Narodnii Orkestr&#8220;, und &#8222;Columbia Ukrainian Orchestra&#8220; sowie &#8222;Abe Schwartz Orchestra&#8220;.<\/p>\n<p><b>Kandels Hora u. Rebbe Elimelech<\/b><br \/>\nHarry Kandel nahm diese Hora mit seinem Orchester 1918 auf Schallplatte auf. Zu Horas\u00a0 wurde nicht nur getanzt, sondern man brauchte sie auch f\u00fcr &#8222;Processions&#8220;.\u00a0 Die Klezmorim spielten eine Hora, wenn sie die Braut von zu Hause unter den Traubaldachin f\u00fchrten. Eine ber\u00fchmte Hora heisst z. B. <em>Firn di mechutonim aheym.<\/em>(Die G\u00e4ste heimbegleiten)<\/p>\n<p>&#8222;Rebbe Elimelech&#8220; erz\u00e4hlt die Geschichte einer Party beim Rebbe Elimelech (bei den Chassidim heisst Party <em>farbrengn) <\/em>im Anschluss an den Sabbat, die aus dem Ruder l\u00e4uft.<br \/>\nErst ist der Rebbe &#8222;<em>seyer freylech&#8220;, <\/em>und er hat <em>\u00a0&#8222;oysgeton die tfiln&#8220; <\/em>(die Gebetsriemen abgelegt), was ihn veranlasst, nach &#8222;<em>di fidlers di zwei&#8220; <\/em>\u00a0zu schicken.<br \/>\nIn der zweiten Strophe ist der Rebbe &#8222;<em>noch mer freylech&#8220; <\/em>und er spricht die Gebete zum Sabbatausgang (<em>opgemacht hawdole; <\/em>jetzt schickt er nach den p<em>ayklers,<\/em> den Paukisten.<br \/>\nIn der dritten Strophe &#8211; mittlerweilen ist der Rebbe &#8222;<em>gor schtark freylech<\/em>&#8220; &#8211; l\u00e4sst er die &#8222;<em>tsimblers&#8220; <\/em>(Zimbalspieler) kommen. Und wie der m\u00fcde Rebbe in der vierten Strophe die Klesmorim nach Hause schicken will, sind diese derart betrunken, dass sie\u00a0 &#8211; wie auch immer \u2013 bis in den hellen Morgen hinein weiterspielen.<br \/>\nEs handelt sich \u00fcbrigens um ein englisches Lied (<em>Old King Cole), <\/em>Moshe Nadir (1885- 1945)hat die Musik angepasst und den Text geschrieben. Publiziert 1927.<\/p>\n<p><b>Patsch Tants<\/b><br \/>\nFehlt auch an keiner Chasene. Patschen heisst klatschen auf Jiddisch. Das k\u00f6nnen auch die alten Herrschaften, die nicht mehr tanzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Lambza deriza<\/b><br \/>\nKlesmorim mussten viele St\u00fccke k\u00f6nnen, damit sie &#8222;auf allen Hochzeiten&#8220; spielen konnten. Anstatt die Melodien zu nummerieren, wie der Musikologe Abraham Zwi Idelsohn, gaben die Musikanten den St\u00fccken Fantasienamen, wie eben &#8222;Lamdza Deriza&#8220;.<\/p>\n<p><b>Leyg dayn Kop<\/b><br \/>\n<em>Gedicht von H. Leivick (1880-1962), Melodie von L. Birnov.<\/em><\/p>\n<p>Leyg dayn kop oyf mayne kni,<br \/>\nGut asoy zu lign;<br \/>\nKinder schlofn ayn aleyn,<br \/>\nGroyse darf men wign.<em><br \/>\n<\/em>Kinder hobn Shpilekhlekh,<br \/>\nShpiln ven zey viln<br \/>\nGroyse shpiln nor mit zikh,<br \/>\nMuzn eybik shpiln.<em><br \/>\n<\/em>Kinder haben Spielzeug,<br \/>\nErwachsene nur sich selbst<br \/>\nund m\u00fcssen doch<br \/>\nein Leben lang spielen.<em><br \/>\n<\/em>Ongeveynt un ongeklogt<br \/>\nKh\u2019 vel dir itst farvign<br \/>\nLeyg dayn kop oyf mayne kni,<br \/>\nGut asoy tsu lign.++<br \/>\nEin Wiegenlied, aber diesmal f\u00fcr Erwachsene.<\/p>\n<p><b>Mazurka Israele<\/b><br \/>\nEinfaches Tanzst\u00fcck im Dreivierteltakt, wahrscheinlich aus Polen. Hat als Fundst\u00fcck von Martin den Weg in unser Repertoire gefunden.<\/p>\n<p><b>Schabbes sol sayn<\/b><br \/>\nschlichte Bitte nach Schabbes (Sabbatruhe), Jontev (Feiertag), Scholem (Schalom=Frieden), lichtig (hell).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ot asoy ot asoy ist eine jiddische Redensart und heisst soviel wie &#8222;so ist es&#8220;, &#8222;that\u2019s the way&#8220;, &#8222;voil\u00e0&#8220;. Zudem ist es das amerikanische Klezmerst\u00fcck par excellence. Die Steigerung von ot asoy heisst \u00fcbrigens: git asoy, so ist\u2019s gut. Programm und Erkennungsmelodie zugleich. Ose Schalom N. Hirsh hat Ose Schalom 1969 am ersten &#8222;Festival des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":10,"menu_order":43,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/159"}],"collection":[{"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=159"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165,"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/159\/revisions\/165"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/otasoy.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}